Hund sei Dank

Der eine oder andere Leser weiß vielleicht, dass ich nicht nur Podencos halte, sondern sogar einen Hund, der zuverlässig tut, was ich von ihm will 😎:  „HU-ND“ ist nun mal das Beste, was man aus Hanau, dem Firmensitz meines Arbeitgebers, an einem Auto machen kann. Dieses Kennzeichen ist nicht nur eine Liebeserklärung an meine Lebensbegleiter und im fernen Köln bis heute eine Attraktion; nein, seit heute weiß ich: Es  kann auch Leben retten! Meines nämlich 😉

10686835_10206045250639499_550586808232323590_n

Da fahre ich heute also durch die Kleinstadt im Sauerland, in der meine Schwester ihre Tierarztpraxis hat. Als ich an der Polizeiwache vorbeikomme, schmeiße ich schnell mein Handy in die Ecke, weil zwei Polizisten vor der Tür stehen. Ich sehe noch, wie sie intensiv zu mir herüber schauen, eilends in ihr Auto steigen und losfahren … in meine Fahrtrichtung. Fahren die mir etwa nach? 😳  An der nächsten Ampel halten sie tatsächlich neben mir und bitten mich, rechts ranzufahren. Ich denke:“ Oh Scheiße, nicht noch ein Punkt wegen Handy am Steuer“ 😏 Meinen Führerschein habe ich, seit ich ihn vor meiner Lappland-Reise im April zu Hause gut versteckt habe, auch noch nicht wiedergefunden.

Es kommt besser. Der Ältere der beiden Polizisten sagt zu mir in durchaus freundlichem Ton: „Guten Tag. Wissen Sie, warum wir Sie angehalten haben?“ Ich schüttele den Kopf und empfinde das irgendwie als gelogen.  „Ich habe heute eine Strafanzeige gegen Sie aufgenommen.“ WHAM!  😱 Meine Gewissensbisse weichen sofort, dafür entgleisen mir die Gesichtszüge. Wie bitte?? Der freundliche Polizist fährt fort: „Als ich Ihr Kennzeichen gerade an uns vorbeifahren sah, dachte ich, ich klär das am besten gleich persönlich mit Ihnen.“ Er macht eine bedeutungsvolle Pause: „Sie wurden angezeigt wegen Tankbetrug.“ WHAM! 😱  Mir dämmert aber immer noch nichts..?  Er ergänzt: „Haben Sie gestern vielleicht bei Firma H. in W. getankt?“ „Jaa, habe ich …..? ……… OH NEIN!!!“ 😱🤔😖

Rückblende

Da fuhr ich gestern also mit meiner Schwester, der Tierärztin, auf dem Beifahrersitz von ihrer Praxis zurück nach Hause. Wir hatten den uralten, schwer kranken AXEL untersucht und waren so vertieft in das Gespräch über seine Befunde und beschissenen Aussichten, dass wir beide nicht bemerkten, dass ich nicht zum Bezahlen an die Kasse ging ☺️  Und das bei einer Tankstelle, bei der zumindest meine Schwester bekannt ist wie ein bunter Hund! 😊😊 Ich wäre am liebsten im Boden versunken… 😔

Der Polizist reißt mich aus meinen Alpträumen: „Regen Sie sich nicht auf. Die Dame von der Tankstelle hat mir schon gesagt, dass Sie nicht glaubt, dass Sie das absichtlich gemacht haben – so entspannt wie Sie vom Hof gezuckelt sind 😀 Fahren Sie am besten gleich hin und bezahlen Sie Ihre Schulden, dann zerreiße ich die Anzeige.“  Ein Angebot, das man nicht ausschlägt: Die Damen an der Tankstelle lachten schon, als ich reinkam … 😄

Und die Moral von der Geschicht‘? Auffällige Autokennzeichen sind für Fluchtfahrzeuge eher ungeeignet. Dafür können Sie einem den Hals aber auch ganz schnell wieder aus der Schlinge ziehen – sofern man ein bisschen Glück hat und auf aufmerksame und pragmatische Sauerländer Dorfsheriffs trifft.  Nicht auszudenken, wäre mir das anderswo passiert und die Anzeige erst ein paar Wochen später auf dem Schreibtisch meines Chefs gelandet …

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s